Himmel und Hölle,
Wandzeichnung aus Folien und Klebeband, 4,00 m x 7,5 m
Künstlerhaus Hamburg, Bergedorf, 2025
Im Rahmen der Gruppenausstellung „POLYTOPE“ präsentiert Alexandra Schlund eine Wandarbeit,
die polygone Strukturen aufgreift und vornehmlich aus dreieckigen Grundformen besteht. Der
Titel bezieht sich auf das Kinderspiel „Himmel und Hölle“, in dem im Prinzip zwei
geometrische Grundfiguren vorkommen: das Quadrat und das halbe Quadrat – teilt man das
Quadrat durch eine Diagonale, so entstehen zwei gleichschenklig - rechtwinklige Dreiecke.
Das
Spiel lebt durch Öffnen und Schließen des Faltkörpers und der dadurch entstehenden Form- und
Raumzusammenhänge.
Foto: Peter Schindler
Bergbaufolgelandschaft,
Wandzeichnung aus
Klebebändern, 4,20 m x 9,00 m
Kunstraum Braugasse, Hoyerswerda, 2025
Hoyerswerda liegt im ehemaligen Braunkohlegebiet in der Oberlausitz, die umgebende Landschaft wurde und wird sukzessive in Bergbaufolgelandschaften umgeformt. Die Wandarbeit „Bergbaufolgelandschaft“ gründet sich auf Fotografien des Lausitzer Braunkohletagebaus aus den späten 1990ziger Jahren. Die charakteristischen Schaufelspuren der Bagger sind in die regionale Landschaft eingeschrieben. Diese Strukturen übersetzt die Künstlerin in eine reduzierte Linienzeichnung, die sich über den langgestreckte Wandfläche des Kunstraums spannt. Foto: Gernot Menzel
Frontage, Klebebänder, Papier und Folien auf Wand, ca. 3,50 m x 10,30 m
Kunstraum für zeitgenössische Kunst und experimentelle Medien
Die Ausstellung zeigt künstlerische Positionen, die Chaos nicht als Störung, sondern als kreatives Prinzip begreifen und sich dem Unvorhersehbaren und Prozesshaften widmen. Die Ansätze der KünstlerInnen kreisen um ein gemeinsames Anliegen: das Sichtbarmachen dynamischer Prozesse, die unsere Wahrnehmung von Raum, Bild und Realität ständig in Bewegung halten. Das Wandbild von Alexandra Schlund trägt den Titel „Frontage“, diese Bezeichnung steht im Englischen für Straßenfront, Fassade bzw. Fahrbahn. Die Künstlerin greift hiermit auf urbane Architekturfassaden zurück, aus denen sie eine technoid-abstrakte Formensprache ableitet. (Pressetexte zur Ausstellung: Charlotte Bastian) Foto: Eric Tschernow
raum_welt, Galerie im Bonifatiusturm, Röthenbach a. d. Pegnitz, 2025, mit Michael Göbel und Anna Kursawe, Kuratorin: Ulrike Götze.
Im Rahmen der Gruppenausstellung „raum_welt“ zeigt Alexandra Schlund eine temporäre Wandarbeit, die sich wie ein Netz auf der Wandfläche ausbreitete und einen Flächenraum schafft. Fragmente von Höhenmodellen sitzen zwischen den Liniengeflechten und erzeugen eine Blickbewegung. Die neonfarbigen Klebebänder erscheinen luzide und eröffnen eine multiperspektivische Sicht auf Siedlungsstrukturen – wie im Vorbeiziehen.
CUT!, Wandzeichnung aus Papier und Klebebändern, 2,60 m x 7,50 m
Raum für Freunde, Kunstverein Wolfsburg, 2019
Für die Wandzeichnung „CUT!“ im Kabinett des Kunstvereins verwendet die Künstlerin Fotografien von Betonformsteinen. Diese seriellen Elemente sind als großflächige Zaunanlage in Dessau zu DDR-Zeiten angelegt worden. In ihrer Arbeit löst Alexandra Schlund den monumentalen Zaun in unkenntliche Einzelteile auf fügt diese zu einem autonomen Raumgeflecht zusammen, das sich feingliedrig über die Wandfläche öffnet und ausdehnt. Kurator: Justin Hoffmann, Foto: Florian Altschaffel
Scale and Measures, Detail, Wandarbeit aus Klebeband, Folien, Papier
Scale and Measures, Haus des Rundfunks Berlin, 2021
Wettbewerb „KunstImBau“, Haus des Rundfunks
Der Wettbewerbsbeitrag von Alexandra Schlund besteht aus einer ortsspezifischen, großflächigen Wandarbeit im Innenraum des Gebäudes. Signifikant für den ikonischen Bau von Hans Pölzig sind die glasierte Backsteinfassade sowie die zahlreichen vertikalen Fensterbänder, die das gesamte Gebäude strukturieren und dynamisieren. Durch die Verschneidung verschiedener Blickwinkel auf die Fassade und ihre Fragmentierung, die Verschiebung von Dimensionen sowie die Spiegelung einzelner Fassadenelemente erzeugt die Künstlerin visuelle Irritationen und hält den Bildraum in permanenter Bewegung. Architektonische Rhythmen verdichten sich – ein eigenes, fragiles Raumgefüge entsteht - sedimenthafte Spuren des Ortes können unterschwellig in dieser neuen Bildstruktur lesbar werden. Foto: Eric Tschernow
Cluster, Wandarbeit aus Klebebändern, Folien und Papier,
9,00 m x 4,50 m,
2012
MySpace - Rauminterventionen - Kunstraum Kreuzberg, 2012
Kuratiert von Franziska Hünig und Alexandra Schlund
Mit Benedikt Therwiel, Nicola Stäglich, Christel Mudrak, Franziska Hünig, Geka Heinke u.a.
Gemeinsam mit Franziska Hünig konzipierte und kuratierte ich die Gruppenausstellung „My Space“. Alle eingeladenen Künstler und Künstlerinnen befassten sich mit Rauminterventionen. Mein Beitrag war die Wandarbeit „Cluster“ – eine Agglomeration aus hochabstrakten Formen und fliehenden Raumkonstruktionen, die das Wechselverhältnis von Motiv, Fläche und Raum thematisierten. Foto: von Eric Tschernow.
Wandzeichnung aus Klebebändern auf rollbaren Wänden, 2009
Im Rahmen des Karl-Hofer Stipendiums erhielt Alexandra Schlund ein dreimonatiges Arbeitsstipendiums der Firma Interroll in der Schweiz. Das Atelier befand sich in St. Antonino im Tessin. Vor Ort fertigte die Künstlerin zahlreiche Zeichnungen der Umgebung an, insbesondere mit Filzstift, Edding und Lineal. Mittels der Klebetechnik mit Tape vermochte es Alexandra Schlund, die besondere Ästhetik der Filzstiftzeichnung stringent auf die großflächige Wand zu übertragen. Foto: Alexandra Schlund